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Antworten auf die häufigsten Fragen. Nicht dabei? Schreib uns an daniel.ehrhardt@codext.de.

Für Beifahrer und zur Planung

Fahrerinnen und Fahrer dürfen in Deutschland während der Fahrt keine Blitzer-Warner nutzen (§ 23 Abs. 1c StVO). OpenBlitzer ist für Beifahrer und für die Planung gedacht. In der Schweiz ist die App nicht verfügbar.

Wie funktionieren die Warnungen?

Die App vergleicht deine GPS-Position, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung laufend mit den festen Blitzern auf dem Gerät und den aktuellen Meldungen der Community. Das passiert komplett auf deinem Handy.

  • Wie weit sie vorausschaut, hängt vom Tempo ab: 300 m unter 60 km/h, 500 m unter 90 km/h, 800 m unter 130 km/h, darüber 1.200 m.
  • Liegt ein Blitzer oder eine Meldung vor dir, erscheint ein Banner mit Art, Entfernung und Tempolimit, dazu Signalton, Sprachansage und Vibration.
  • Kurz vor dem Blitzer kommt eine zweite Warnung: 150 m vorher in der Stadt, 300 m vorher auf schnellen Straßen.
  • Fährst du schneller als erlaubt plus deine Toleranz (Standard 3 km/h), piept die App, bis du langsamer bist.

Mit der Demo-Fahrt in der App kannst du dir das ansehen und anhören, ohne loszufahren.

Warum ist die Fahrtrichtung so wichtig?

Viele Blitzer messen nur eine Richtung, und viele Straßen liegen nah nebeneinander. Ohne Richtung würde die App vor Blitzern auf der Gegenfahrbahn, auf der Parallelstraße oder hinter dir warnen. Deshalb warnt OpenBlitzer nur, wenn ein Blitzer ungefähr in deiner Fahrtrichtung vor dir liegt (innerhalb von 35 Grad) und, falls bekannt, auch deine Richtung misst.

Die Fahrtrichtung bestimmt die App aus dem GPS ab etwa 10 km/h. Im Stand oder bei Schritttempo ist die Richtung ungenau.

Warnt die App auch im Hintergrund?

Ja. Bei ausgeschaltetem Bildschirm oder wenn eine Navi-App vorne ist, warnt OpenBlitzer weiter mit Ton, Sprachansage und Vibration. Musik oder die Ansagen der Navigation werden dafür kurz leiser.

  • iPhone: Die Berechtigung „Beim Verwenden der App“ genügt. Solange die App im Hintergrund warnt, zeigt iOS den Standort-Hinweis in der Statusleiste.
  • Android: Die App läuft als Vordergrunddienst und zeigt dabei eine dauerhafte Benachrichtigung. Manche Hersteller beenden Hintergrund-Apps zum Stromsparen; nimm OpenBlitzer in diesem Fall von der Akku-Optimierung aus.
Wie viel Akku braucht OpenBlitzer?

Am meisten Strom brauchen GPS und ein heller Bildschirm. Läuft die App im Hintergrund oder bei ausgeschaltetem Bildschirm, ist der Verbrauch deutlich geringer. Auf längeren Fahrten empfehlen wir ein Ladekabel. Die festen Blitzer liegen auf dem Gerät, deshalb verbraucht die App unterwegs nur wenig mobile Daten für die Live-Meldungen.

Wie melde ich einen Blitzer, einen Stau oder eine Gefahr?

Tippe auf der Karte auf die Melden-Taste und wähle die Art: mobiler Blitzer, Stauende, Unfall, Baustelle, Gefahr, Sperrung, schlechte Sicht oder neuer fester Blitzer. Mehr als zwei Tipps sind nicht nötig. Die App übernimmt deine Position und Fahrtrichtung im Moment des Tippens.

Gibt es in 200 m Umkreis schon eine gleiche Meldung für deine Richtung, zählt deine als Bestätigung. Damit der Dienst nicht missbraucht wird, sind bis zu 12 Meldungen pro Stunde und Gerät möglich.

Wie bestätige oder entferne ich eine Meldung?

Nachdem du an einer Meldung vorbeigefahren bist, fragt die App „Noch da?“. Tippe auf Ja, wenn sie noch stimmt, oder auf Nein, wenn nichts mehr da war. Die Frage verschwindet nach 12 Sekunden von selbst. Bei deinen eigenen Meldungen fragt die App nicht.

  • Ja verlängert die Meldung um ihre volle Laufzeit, zum Beispiel 2,5 Stunden bei einem mobilen Blitzer.
  • Hat eine Meldung zwei Nein-Stimmen mehr als Ja-Stimmen, wird sie entfernt. Die meldende Person zählt als ein Ja.
  • Jedes Gerät hat pro Meldung eine Stimme; stimmst du erneut ab, zählt die letzte.
Ein fester Blitzer fehlt oder ist falsch. Was tun?

Fehlt ein Blitzer, melde ihn in der App als „Neuer fester Blitzer“. Bestätigen ihn drei verschiedene Geräte, wird er Teil der festen Daten. Noch besser für alle: Trag ihn in OpenStreetMap ein oder korrigiere ihn dort. Unser Server übernimmt Änderungen aus OpenStreetMap einmal pro Woche.

Funktioniert die App ohne Internet?

Ja, für feste Blitzer. Sie liegen auf dem Gerät und warnen auch im Funkloch. Live-Meldungen brauchen eine Verbindung; einmal geladene Meldungen bleiben für ihre Laufzeit gespeichert. Die Karte selbst braucht für neue Ausschnitte ebenfalls Netz.

Wie betreibe ich einen eigenen Server?

Der Server liegt im selben Repository wie die App, im Ordner server/. Er läuft mit Bun und einer SQLite-Datei und wird als Docker-Image gebaut. Eine Compose-Datei findest du unter deploy/.

  • Beim ersten Start importiert der Server die festen Blitzer aus OpenStreetMap über die Overpass-API und danach jede Woche erneut. Schlägt ein Import fehl, bleiben die alten Daten erhalten.
  • Ein geheimer Salt sorgt dafür, dass Installations-IDs nur gehasht gespeichert werden; ein Admin-Token erlaubt das Löschen von Meldungen.
  • Die Schnittstelle ist in docs/API.md beschrieben.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung, auch wie du die App mit deinem Server verbindest, steht im README auf GitHub.

Was kostet OpenBlitzer, und wie finanziert es sich?

Die App ist kostenlos, ohne Werbung, ohne Abo und ohne In-App-Käufe. Die Codext GmbH betreibt den Server. Der Quellcode steht unter der MIT-Lizenz auf GitHub.

Warum gibt es OpenBlitzer nicht in der Schweiz?

In der Schweiz sind Warnungen vor Verkehrskontrollen gesetzlich verboten, auch für Beifahrer. Deshalb ist die App dort in den Stores nicht verfügbar.

Kontakt

Fragen, Feedback oder einen Fehler gefunden? Schreib uns an daniel.ehrhardt@codext.de. Fehler und Wünsche kannst du auch als Issue auf GitHub melden.

Falsche oder missbräuchliche Meldungen in der App? Stimme mit Nein ab oder schreib uns, wir entfernen sie.